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„Wir lassen uns nicht betäuben!“ – Schüler für Engagement ausgezeichnet
In den zwei Kategorien, Theater und Musik sowie Grafik erhielten die besten Beiträge am Abend ein Preisgeld von 150 Euro. Die Summe entspricht dem Preisgeld des Präventionspreis der Volker-Reitz-Stiftung, den die Initiative im vergangenen Jahr erhielt. Weitere Preise waren Auftritte im Atze-Musiktheater im Prime Time Theater und im Tyatrom-Theater. Mit viel Applaus der rund 300 Gäste wurde am Dienstagabend das Theaterstück „Ömer hilft“ bedacht. Der große Bruder Ömer organisiert darin für seine Schwester Unterstützung, um mit einer Gruppe von Drogendealern klarzukommen. Das Mädchen belauschte zuvor ein Gespräch ihrer Freundinnen, die sich über vier Jungs aus der Klasse unterhalten. Diese wiederum sind mit den Dealern verabredet und sollen – ohne es zu wissen - für sie arbeiten. Am Ende der knapp zehnminütigen Aufführung kann die heikle Situation natürlich zum Positiven gewendet werden. Die Veranstaltung war zuvor von Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch in der Mensa der Reuter-Oberschule eröffnet worden. Er lobte vor allem das große Engagement und die enorme Kreativität der Schüler und Lehrer. Im Anschluss präsentierten Breakdance- und Hiphop-Gruppen ihr Können, außerdem trat die Tanz AG der Ernst-Reuter-Oberschule auf. Die knapp 30 Schüler waren erst im Oktober in New York und traten dort vor einem großen Publikum auf. Die Reise war im Rahmen eines Projektes der Robert-Bosch-Stiftung und der battery dance Company organisiert worden. Außerdem traten Schüler der Schüler der Vineta-Grundschule und der Heinrich-Seidel-Grundschule auf. Die Showeinlagen waren aber nur einige von vielen Beiträgen von Kindern und Jugendlichen aus dem Brunnenviertel, die sich an dem Wettbewerb der Netzwerkinitiative gegen Drogenmissbrauch „Wir lassen uns nicht betäuben!“ beteiligten. Auch Bilder und Zeichnungen wurden in einer zweiten Kategorie bewertet, so von der Kindertagesstätte „Omas Garten e. V.“ sowie der Jugendfreizeiteinrichtung Koloniestraße und dem „frisbee“ Kinder und Stadtteiltreff. Während einer kurzen Pause konnten sich die Gäste dann an einem leckeren Buffet stärken und die Bildbeiträge anschauen. Mit Hilfe des Wettbewerbs, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde, sollen sich Kinder und Jugendliche mit dem Thema Drogen kreativ auseinandersetzen Zwei Jurys bestehend aus Grafikdesignern, Künstlern und Vertretern der Theaterwelt wird bewerteten die Arbeiten. "Wir lassen uns nicht betäuben!" ist eine vom Polizeiabschnitt 36 initiierte Netzwerkinitiative, die sich der Aufgabe stellt, die Drogenproblematik im Weddinger Brunnenviertel mit Kindern und Jugendlichen und deren Eltern altersgerecht zu thematisieren und vorurteilslos aufzuarbeiten. Vor allem die jüngsten Bewohner des Kiezes sollen lernen, selbstsicher und selbstbewusst den Drogenhandel und Drogenkonsum abzulehnen. Zu dem Netzwerk gehören neben den Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen die Berliner Polizei als Initiator des Projektes, die Deutsche Welle, Drogen Info e. V. und die beiden Quartiersmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße und -Brunnenstraße. <- Zurück zu: Aktuelles |
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